Code:
Yle: Herzlich Willkommen zu einem weiteren Special von horae obscurae
mit Yle auf gruftiradio.de . Heute bin ich zu Gast in der
Kulturfabrik, genauer gesagt im Backstage-Bereich vom Slaughterhouse,
das findet ihr in Berlin Moabit und bei mir sind Fundetta. Um noch ein
bisschen hier die Gegend zu beschreiben, bevor wir ins Interview
einsteigen: Es sieht aus wie in einem Kreuzberger Hinterhof, das
Gelände ist mit einem Bauzaun abgesperrt, die Couch, ja hat schon
bessere Zeiten erlebt, die Flecken erzählen bestimmt viele Geschichten
und… ah, die Elektroinstallation möchte ich noch erwähnen. Die
Beleuchtung besteht aus einer aufgebohrten Tabakdose, in die eine
Glühbirne gehängt wurde… sehr stilvoll.
Noch etwas interessantes über das Sloughterhouse, ach ja im
Hintergrund, wundert euch nicht, hin und wieder fahren die Züge hier
vorbei, wir sind so 200 Meter von einer Fernverkehr –äh, wie sagt man
da…- von einer Fernverkehrstrecke entfernt und nebenan spielen Kinder,
da ist auch ´ne Grillparty, also haben wir ´ne schöne Hintergrundatmo.
Aber jetzt zu Fundetta. Fundetta bestehen aus Suse und Detta Herm.
Suse ist verantwortlich für Gesang und Keyboards, Detta für Texte,
Komposition, Gesang und Keyboards. Ihre bisher gemachten Releases
waren das Album Liebe, Tod und Sünde für 6,50 Euro im Selbstvertrieb
erhältlich und die Promo-Single. Dem Genre, dem sie zugeschrieben
werden, das ist das Indietronic-Genre, sie selbst bezeichnen ihre
Musik allerdings eher als „Elektrogasmus“. Seit September 2009 gibt es
Fundetta, aber die beiden machen schon seit ´95 gemeinsam Musik hin
und wieder. Detta war an vielen Coverprojekten beteiligt, unter
anderem an einer erfolgreichen Beatles-Cover-Band. Wir hören jetzt
gleich den ersten Song, der da heißt „Der Sauger“
FUNDETTA – DER SAUGER
Yle: Meine erste Frage an Fundetta. Wie sind sie zur Musik gekommen?
Wer möchte antworten? …jetzt zeigen sie wieder mit den Fingern auf
sich…
Suse: Wie war die Frage?
Yle: wie ihr zur Musik gekommen seit
Suse: Na was soll man sonst machen, na ich meine, wenn man nichts
anderes kann, muss man sich irgendwas aussuchen, was vielleicht so´n
wenigstens klappt und das ´n bisschen ausbauen. Ja… und da…. Zum
Beispiel Stricken langweilig ist, dachten wir, wir nehmen halt die
Musik-
Detta: …sagst du! Ich hab mit Stricken noch nie was am Hut gehabt.
Aber sagen wir mal so, ich kann auch ganz gut kochen und einer muss ja
zu Hause was auf´n Teller bringen und nun ist unsere Bestrebung
natürlich für´s nächste Jahr, weil wir jetzt ja ´n Label gefunden
haben, vielleicht damit auch uns´re Brötchen mehr verdienen können-
Suse: Dann brauchst du nicht mehr so viel kochen.
Detta: Dann muss ich nicht mehr so viel kochen, dann können wir uns
jemand kommen lassen, der uns bekocht… (lacht hämisch).
Yle: Ja, so kann man die Sache doch gut sehen. Noch mal ein bisschen
zur… zum Weg zur Musik. Gab´s irgendwelche besonderen Vorbilder,
musikalisch, persönlich-
Detta: oh ja
Yle: irgendwas in der Richtung?
Detta: Also was mich betrifft waren von Anfang an natürlich Beatles
mein Highlight, im Speziellen John Lennon, dann kam Jimmy Hendrix,
Chicago war dann was ganz Neues mit Bläsern. Ja… Suse, deine
Vorbilder?
Suse: Also bei mir ist das ähnlich wie bei Detta. Ich steh immer so
auf die Verrücktesten aller Irren. Jut, früher, ganz früher als ich
elf war fand ich Rod Stewart toll, danach dacht ich Mensch, Punkmusik
ist geil und Billy Idol mit seinem Gesapper 1984 hat mir auch
imponiert, dann ging ich dann mehr in die Richtung Punk hinein, um zu
gucken was da so los ist, bis mir irgendwann ´ne Bluesband über´n Weg
lief, da fand ich Blues schön. Letztendlich hab ich das ganze
gemischt, da wurde dann Hardrock draus und so ist es gekommen, dass
man sich mit Ozzy Osbourne bzw. Black Sabbath beschäftigt hat, Alice
Cooper, alle so die durchgeknallten Typen.
Detta: …mehr als ich. David Bowie muss ich noch erwähnen. … und Helge
Schneider! Nicht zu vergessen, unseren Freund Helge Schneider.
Suse: Wer ist das?
Detta: na der Akkordeon-Spieler (lacht wieder hämisch)… der
Katzenklo-Mensch
Yle: …ja… als erstes darf sich Suse einen Song wünschen. Irgend´ne
Idee? Da kam am Anfang im Vorgespräch schon Ozzy Osbourne.
Suse: Ich weiß nicht, soll ich den bevorzugen? Ich meine, ja gut, ick
mach ma ´n bisschen Promotion. Der bringt ja jetzt ´ne neue Platte
raus und da bietet sich das natürlich an, Ozzy Osbourne zu spielen.
Welche Titel da drauf sind wissen wir noch nicht und die habt ihr
bestimmt auch noch nicht, also neh´m wir mal… No more Tears
OZZY OSBOURNE – NO MORE TEARS
Yle: Also nach dem guten Ozzy Osbourne jetzt meine nächsten Fragen.
Welche Zielgruppe möchtet ihr eigentlich erreichen? Schon mal
deutschsprachig, weiter…?
Detta: Na ich glaub unsere Zielgruppe wäre so-
Suse: Helge Schneider!
Detta: (lacht)… und Frau Holle. …insbesondere ab 25 bis 80 wird man
unsere Texte schon verstehen. Mit 81 wird schwierig denn schon.
Yle: Ja klar, wer jünger ist, der versteht die Ironie und die Idee
hinter den Texten eher schwer-
Detta: Es wird Ausnahmen geben in dem Alter, aber ansonsten haben wir
da sicherlich auch Schwierigkeiten mit der Uhrzeit, damit wir das
Thema abgehackt haben (lacht mal wieder hämisch).
Yle: Gut, als nächstes gleich der zweite Fundetta Song heute Abend und
zwar heißt der
Detta: der Sensenmann
FUNDETTA – DER SENSENMANN
Yle: Immer wieder geht es gerne bei einem Internetradio auch um das
Thema Internet. Bei MySpace seid ihr selbstverständlich vertreten, da
kann man schon mal in ein paar eurer Songs reinhören. Wenn man sie
aber doch gerne in besserer Qualität und in voller Länge käuflich
erwerben möchte, wie macht man das am besten?
Suse: Auf jeden Fall ist die MySpace Seite von uns, die sich
fundetta4you nennt, vom Überblick am einfachsten und auch die
Situation dort eine CD zu erwerben ist am einfachsten. Da sind so´ne
hässlich grünen songrila-Player, wo ein Download eines Titel 59 Cent
kostet, von dem wir einen Teil abbekommen (lacht auch mal hämisch) und
dort braucht man einfach nur auf buy wie kaufen drücken und dann kann
man sich die Songs einfach schnappen. Wer allerdings so altmodisch ist
wie wir und mehr auf CDs steht, kann auch diese da über MySpace und
über die Homepage www.fundetta.de 6,50 Euro die Liebe, Tod und Sünde
mit 12 Titeln, insgesamt volle 70 Minuten oder sogar noch ein bisschen
mehr, inklusive Versand. Die kleine für 3,50 inklusive Versand, mit 3
Titeln drauf, unter anderem der –wie wir merken- beliebte Tattoo.
Yle: Also 59 Cent je Track, das ist schon mal sehr preiswert, das
heißt, dass ganze Album im Download 6 Euro. Das sollte man sich
leisten können, vor allem, wenn man auch bei iTunes 99 Cent für´n
Titel zahlt.
Als nächstes, das zweite Album. Wie sieht´s denn damit aus? Schon ein
Release-Termin oder ungefähr vielleicht schon der Inhalt, den man
verraten könnte?
Suse: Folgendes dazu. Wir sind im November im Studio bei dem Label
STF-Records und nehmen da ein richtiges -in Anführungsstrichen- Album
auf, wo die Titel zu hören sind, die auf Liebe, Tod und Sünde und auf
der Sado Maso, wo Tattoo drauf ist, dort mit verpackt werden.
Vielleicht kommt dann noch ein oder zwei neue Titel hinzu und andere
fliegen wieder weg, aber im Grunde genommen ist das eine Neuauflage,
vielleicht ein bisschen rockiger, von den Titeln, die hier zu hören
sind in MySpace und auf der Homepage und in restorm und in ach was
weiß ich wo überall. Kommt im Frühjahr auf ´n Markt, genau, 2011. Und
wenn wir uns beeilen, legen wir gleich noch was nach. Aber ich würde
trotzdem die Downloads und die CDs empfehlen, weil die sind um einiges
günstiger als das Album am Ende kosten wird, da die GEMA und so weiter
auch alle gerne daran verdienen möchten.
Yle: Sehr schön, ein guter Insidertipp für alle gruftiradio-Hörer. Ja,
jetzt darf sich Detta was wünschen, ich hab schon vorher erfahren, was
von Jimmy Hendrix…
Detta: Jimmy Hendrix unbedingt, ein Mördergitarrist, und ich wünsche
mir Foxy Lady von Jimmy Hendrix.
Suse: Foxy Lady!
Detta: dum, dium, dum, dium….
JIMMY HENDRIX – FOXY LADY
Yle: Jetzt eine Frage, die ins Persönliche geht. Lebt ihr das, was ihr
besingt?
Suse: Sag jetzt nichts Falsches.
Detta: Eine klipp und klare Antwort. Wir spielen das, was wir singen.
Suse: Das war toll.
Yle: Da kann sich jetzt jeder denken, was er möchte.
Detta: Rettet die Wale!
Yle: Gut, dann gibt es noch etwas Wichtiges zu klären und zwar der
Bandname wird Fundetta ausgesprochen, nicht Fundetta, denn er setzt
sich aus den zwei Wörtern zusammen: fun englisch für Spaß- und
zweitens Detta, denn so heißt der Herr. Noch ein-
Suse: Spaß mit ß
Yle: Sehr wichtig! Jetzt noch ein dritter Song, der vorletzte für
heute Abend, der da heißt…
Detta: … Tattoo… auf… gruftiradio
FUNDETTA – TATTOO
Yle: Zum Abschluss geben wir euch die Möglichkeit, eine Message an die
gruftiradio-Hörer zu hinterlassen.
Suse: Liebe Mädchen kommen in den Himmel.
Detta: Liebe Männer überall rein.
Yle: Ich bedanke mich für das Interview, wünsche euch weiterhin viel
Erfolg, nicht nur bei den Auftritten und verabschiede mich. Das war
Yle für gruftiradio.de
Detta: Und der letzte Song von Fundetta: Sado Maso
FUNDETTA – SADO MASO
Interview als mp3-Podcast-Download (ohne fremde Musik):